Sparkassen und Banken honorieren Sicherheiten. Wer einen sicheren Job hat, bekommt schnell einen Kredit. Als Beamter habt ihr es da leicht, denn ihr seid praktisch unkündbar und euer Gehalt ist eine feste Größe. Daher hat sich die Finanzbranche ein eigenes Produkt, nur für Beamte, einfallen lassen: Den Beamtenkredit.
Das so genannte Beamtendarlehen ist ein langfristiges Darlehen mit 12 bis 20 Jahren Laufzeit. Es ist jedoch kein klassischer Kredit, der regelmäßig getilgt wird, sondern ihr als Kreditnehmer sparen den Kreditbetrag in einer Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht an.
Während der Laufzeit gibt es keine Tilgung. Die Darlehenssumme bleibt während der gesamten Laufzeit konstant, sofern keine Sondertilgungen vorgenommen werden. Diese könnt ihr zwar machen, müssen aber extra vereinbart werden. Das Beamtendarlehen ist daher ein Konstantdarlehen, für das ihr lediglich regelmäßig Zinsen zahlt. Die monatliche Rate besteht aus dem Kreditzins und der Prämie für die Versicherung. Die Tilgung des Darlehens erfolgt am Tag der Fälligkeit durch die Ablaufleistung der Lebensversicherung.
Im Prinzip kann jeder Beamte auf Lebenszeit und gleichgestellter Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes dieses Darlehen in Anspruch nehmen. Voraussetzung ist allerdings, dass ihr das 60. Lebensjahr noch nicht beendet habt. Zu den Berufsgruppen zählen etwa Lehrer, Polizisten, Finanz-, Justiz- und Vollzugsbeamte, Bedienstete der Bundeswehr, Grenzschutz, Feuerwehr, Post und Telekom.
Die maximale Höhe des Darlehens ist abhängig von den Bezügen. Je höher, umso mehr Kredit ist möglich. In der Regel gewähren die Anbieter zwischen 5000 und 80.000 Euro an Kredit. In einzelnen Fällen sind auch höhere Summen möglich.
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