Autogas gilt bereits seit einigen Jahrzehnten als günstige Alternative zu Benzin und zählt mittlerweile zu den weltweit meistgenutzten Alternativkraftstoffen. Es ist ein Butan/Propan Gemisch und aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung mit Benzin verwandt. Es ist transportabel und lässt sich u.a. für den Antrieb von Motoren einsetzen. Im Vergleich zu anderen Kraftstoffen hat Autogas eine sehr gute Ökobilanz und bedarf keiner aufwendigen Aufbereitung.
In Deutschland gibt es mittlerweile ein nahezu flächendeckendes Netz mit fast 5.000 Autogas-Tankstellen und die Anzahl der Flüssiggas-Fahrzeuge wächst stetig. Für die zunehmende Akzeptanz sprechen vor allem die reduzierten Kraftstoffkosten, die ausgereifte Technik, die hohen Reichweiten, die geringe Lärmemission und der sehr geringe Schadstoffausstoß. Zudem hat Autogas den Vorteil, dass es in herkömmlichen Otto-Motoren auf einfache Weise eingesetzt werden kann. Bei einem bivalenten Antrieb kann - auch während der Fahrt - per Knopfdruck von Autogas- auf Benzinbetrieb gewechselt werden.
Die Umrüstung auf Autogas ist keine aufwendige Sache und dauert höchstens drei Tage, da der Motor des Fahrzeuges nicht verändert wird, sondern lediglich einige Teile eingebaut werden. Der Gastank kann in der Mulde des Reserverades, im Kofferraum oder als Unterflurtank angebracht werden. Die Kosten für den Umbau liegen zwischen 1.500 und 4.000 Euro, je nach Fahrzeug. Diese Investition rechnet sich allerdings, da ab dem ersten Tankvorgang gespart wird. Für einen Liter Autogas fallen günstige 65 Cent an und je nach Tankgröße können mit einer Tankfüllung bis zu 1000km zurückgelegt werden.
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